Markenlogo im Postfach (Gmail, Yahoo, Apple Mail) per default._bimi-TXT.
Was ist das, und wann brauche ich es?
Was ist das?
BIMI (Brand Indicators for Message Identification) ist ein Standard, der Ihr Firmenlogo im
Postfach der Empfänger anzeigt - direkt neben der Mail, statt eines anonymen
Initial-Avatars. Unterstützt von Gmail, Yahoo, Apple Mail, AOL und weiteren.
BIMI funktioniert nur, wenn Ihre Domain DMARC-strict aufgesetzt hat. Das ist der eigentliche
Hebel: BIMI ist die Belohnung für eine saubere Mail-Authentifizierung, nicht eine Abkürzung
dorthin.
Wann brauche ich das?
Wenn die Marke sichtbar sein soll - sinnvoll für jedes Unternehmen mit eigenem
Logo, das regelmäßig Newsletter oder Transaktions-Mails versendet. Für rein interne Mail-Kommunikation
kein Mehrwert.
Voraussetzung: DMARC muss bei quarantine oder reject stehen. Wenn Sie noch in der p=none-Beobachtungsphase sind,
BIMI später aktivieren.
DMARC: p=reject mit pct=100 für Bulk-Sender (Gmail); p=quarantine reicht nur bei kleinem Volumen.
SVG-PS-Profil (Portrait-Square Tiny 1.2): Wurzelelement <svg baseProfile="tiny-ps" version="1.2">, quadratisches viewBox, ein <title>-Element, keine
Skripte, keine externen Referenzen, kein foreignObject. Maximalgröße in der
Praxis 32 KB. Konvertieren von normalem SVG zu SVG-PS geht im SVG-Konverter-Werkzeug dieser Seite.
Markenzertifikat: ein VMC (Verified Mark Certificate)
braucht eine eingetragene Marke; aktuell autorisierte VMC-CAs sind DigiCert und Entrust
(GlobalSign hat den Markt 2023 verlassen). Seit 2024 bieten DigiCert und Entrust zusätzlich
ein CMC (Common Mark Certificate), das keine Markenregistrierung verlangt, dafür aber mindestens ein Jahr
öffentliche Nutzung des Logos nachweisen muss. CMC ist günstiger und für Nicht-Markeninhaber der
einzige Weg zur BIMI-Anzeige.
Selektor: default ist der Standard-Selektor; einzelne Versand-Selectors (über DKIM-s=-Tag) lassen sich für Sub-Brands oder Saison-Logos parallel betreiben.
Bestehenden BIMI-Record prüfen
Liest <selektor>._bimi.<domain> und prüft v/l/a-Tags. Selektor optional (Default „default“).
Server-Pfad: Diese Inspektion läuft NICHT browser-lokal. Wir holen den DNS-Record bzw. die HTTPS-Antwort über unseren Server. Wir loggen weder die abgefragte Domain noch das Ergebnis. 12 Anfragen pro Minute pro IPv4-Adresse bzw. IPv6-/64-Subnet.
So tragen Sie diesen Record beim DNS-Provider ein
Der oben generierte Eintrag besteht aus drei Teilen: dem Record-Typ (typisch
TXT, manchmal CAA), dem Host (Subdomain wie _dmarc, _smtp._tls oder leer für die Stamm-Domain) und dem Wert (der eigentliche
Inhalt in Anführungszeichen). Diese drei Felder werden bei jedem DNS-Provider genauso abgefragt
- nur das Menü-Wording unterscheidet sich.
Knopf Record hinzufügen → Typ wählen, Name eintragen (für Stamm-Domain @), Wert in das Value-Feld.
Speichern. Propagation typisch unter 5 Minuten.
IONOS (1&1)
Login im IONOS-Kundencenter.
Menü Domains & SSL → Domain anklicken → DNS.
Knopf Eintrag hinzufügen → Typ wählen, Hostname eintragen, Wert in das Inhalt-Feld.
Speichern. Propagation typisch 15-60 Minuten.
Cloudflare
Login bei Cloudflare, Domain auswählen.
Reiter DNS → Records.
Knopf Add record → Typ wählen, Name eintragen (für Stamm-Domain @), Wert einfügen, Proxy-Status für TXT/CAA auf DNS only belassen.
Speichern. Propagation üblich unter 2 Minuten.
Hinweis: Wenn Ihr DNS-Anbieter hier nicht aufgeführt ist, finden Sie die richtige Stelle
typisch unter Begriffen wie „DNS-Verwaltung", „Zone-Editor" oder „Records". Bei Fragen hilft
der Support Ihres Providers; die hier gezeigten Pfade sind plattform-spezifisch und können
sich bei Redesigns leicht verschieben.